REPORTAGEN

Typisch: Mit dem Bulldog zum Backsberg


1975 gründete Johann Esselmann mit zwei Freunden den ersten Lanz-Bulldog-Club. Nächstes Jahr feiern sie am Backsberg in Oyten großes 40-jähriges Jubiläum. Als Organisator hat sich Esselmann etwas ganz besonderes einfallen lassen: Gemeinsam mit aderen Landmaschinenliebhabern aus ganz Deutschland will er die Getreideernte und -verarbeitung des frühen 20. Jahrhunderts nachstellen. Vom Korn auf dem Feld bis zum Brot im Steinofen, jeder Arbeitsschritt mit historischen Originalen – große Herausforderungen
waren schon immer ganz nach Esselmanns Geschmack. Die schweren Maschinen und das Fachwissen des Bulldog-Papstes sind bundesweit auch auf anderen Veranstaltungen gefragt. So zum Beispiel beim jährlichen Lanz-Bulldog-Treffen in Brokstedt in Holstein. Hin geht’s immer nur „per Achse“. Der uralte Lanz mit den eisernen Rädern muss dann eben zu Hause bleiben. Mit kommt nur, was straßentauglich ist. Bei Ausstellungen und Festen >ist auch Johanns Ehefrau Christa immer mit dabei. Natürlich am Lenkrad eines alten Traktors. Mit 30 km/h geht’s dann durch halb Niedersachsen und Hamburg über Land nach
Schleswig-Holstein. 


Ausgestrahlt am 15.06.2015 um 18:15 Uhr im NDR-Fernsehen
Autorin: Svenja Harks

Die Nordreportage: Einsatz in den Wolken - Die Fliegerstaffel Fuhlendorf!


Die Fliegerstaffel Fuhlendorf ist die einzige von fünf Fliegerstaffeln der Bundespolizei, die für den Einsatz über dem Meer spezialisiert ist. Sie kontrolliert rund 80.000 Quadratkilometer offene See und
Küste aus der Luft. Sie überwacht die Nord- und Ostsee und nimmt grenzpolizeiliche Aufgaben an den See-Außengrenzen Deutschlands wahr. Darüber hinaus ist sie insbesondere im Bereich des Umweltschutzes, des Fischereischutzes und in zollrechtlichen Belangen tätig. Die 50 Piloten aus Fuhlendorf sind pro Jahr mehr als zweitausend Stunden in der Luft, um für Sicherheit und Umweltschutz zu sorgen, um Schiffbrüchige oder Verletzte von Schiffen zu retten und um die Bundespolizei an Land bei Einsätzen zu unterstützen. Wir begleiten das Team um Flugeinsatzleiter Markus Mahle und Co-Pilot Bernd Wigger bei ihren Einsätzen mit dem Helikopter.  


Ausgestrahlt am 27.07.2015 um 18:15 im NDR-Fernsehen
Autorin: Sylvi Hoschke

Pilot-Reportage: Abenteuer Weltumseglung


Ein junges Paar, ein altes Segelboot und ein großes Abenteuer. Johannes Erdmann (28) und Cati Trapp (27) stechen am 4. September 2014 in See. Ihr Ziel: Einmal um die Welt! Geschätzte Reisezeit: Zwei bis drei Jahre. Johannes Erdmann ist in der Welt der Blauwassersegler kein Unbekannter. 2005 segelte er als jüngster Deutscher alleine über den Atlantik. Cati hatte, bevor sie Johannes kennen lernte, noch nie ein Segelboot betreten. Die Reise beginnt an der Elbe. Dann geht es weiter nach England, durch die Biscaya zu den Kanarischen Inseln. Von da über den Atlantik und in die Karibik, die Ostküste der USA rauf bis New York. Dort überwintern. Im Frühjahr 2016 nach Grönland und dann durch die gefürchtete Nordwest-Passage nach Alaska. Von da an der Westküste Nordamerikas runter bis Panama. Von Mittelamerika über Hawaii nach Australien, Südafrika zurück in den Atlantik bis rauf nach Hamburg. Ein Kamerateam begleitete Johannes und Cati bei ihrer ersten Etappe bis zu den Kanarischen Inseln.


Ausgestrahlt am 05.04.2015 um 8:30 Uhr auf ZDFinfo
Autor: Arne Schröder

SWR-Doku: Der Bäckerberater!


Der 40-jährige Markus Messemer aus Landau in der Pfalz ist gelernter Bäcker- und Konditorgeselle, Groß-und Außenhandelskaufmann, ausgebildeter Erzieher und er ist ein Unikat: Er ist Bäckerberater, bundesweit der einzige. Die Nachfrage nach seinem geballten Wissen ist riesig. Markus Messemer sieht das Bäckerhandwerk am Boden - keine Kompetenz, kein Personal. Da wird ausschließlich mit Fertigmischungen und mit künstlichen Aromen und Emulgatoren hantiert. Regionale Backspezialitäten sind ein Fremdwort, der gelernte Bäcker von heute ist nur noch Handlanger der industriellen Hilfsmittel-Hersteller – Geschmacklosigkeit ist sein Handwerk. Bei dieser Entwicklung gibt es noch ein großes Problem: Nur die großen Ketten mit Dumping-Preisen und Riesen-Sortiment profitieren von ihr. Der kleine Familienbetrieb kann nicht mithalten. Das, was Christian Rach in seiner Doku-Soap mit Restaurants anstellt, macht Messemer mit Bäckereien. Er bringt Bäckern wieder das Backen nach herkömmlicher Art bei.


Ausgestrahlt am 28.01.2015 und 04.02.2015 um 21 Uhr im SWR
Autorin: Petra Peters

Typisch: Erdbeermais und gelber Mangold



Roter Erdbeermais, gelber Mangold, schwarze Rettiche – Marko Seibold mag es speziell. Das Gemüse auf seiner drei Hektar kleinen Fläche ist nicht nur bunt, sondern auf Deutschlands großen Äckern auch fast nicht mehr zu finden. Seibolds ganze Leidenschaft gehört den alten, fast vergessenen Sorten. Die sind häufig nicht nur farbenprächtig, sondern auch so geschmacksintensiv, dass der Biobauer damit eine Geschäftsidee entwickelt hat: Seine Stammkunden bundesweit sind Sterneköche! Doch das Bio-Gemüse ist nicht nur in den Spitzenrestaurants beliebt, auch tierische Untermieter auf seinen Feldern wie Mäuse und Schnecken bedienen sich an dem reichhaltigen, bunten Buffet und gefährden jedes Jahr die Ernte des
Gemüse-Meisters. Zum Glück züchtet seine Frau Christine alte Haustierrassen: Für die kleine Entenpatrouille im Frühjahr sind die Schnecken ein echter Leckerbissen. Außerdem sorgen verschiedene
Milchschafe, Hühner, Gänse, Hunde, eine Katze und drei verwaiste Eichhörnchen für jede Menge Trubel auf dem Niedersächsischen Hof bei Syke. Die Reportage begleitet Marko Seibold, seine Frau Christine und Sohn Max durch die Jahreszeiten auf Ihrem Hof.


Ausgestrahlt am 26.03.2015 um 18:15 Uhr im NDR Fernsehen

Autorin: Petra Peters

Typisch: Familie Meyer und die Melkroboter



Bei Familie Meyer dreht sich alles um moderne Technik für Kuhdamen. Und zwar um Melk- und Mistroboter. Die verkauft Thorsten Meyer nicht nur an die friesischen Landwirte. Er muss sie auch warten und hat einen 24-Stunden-Notrufservice für Melkstände. Es kann passieren, dass er nachts um vier aus dem Bett geklingelt wird, um Zitzengummis auszutauschen oder die Kühlung von einem Milchtank zu reparieren. Thorsten Meyers oberstes Gebot ist die Ruhe zu bewahren. Besonders dann, wenn ein Melkkarussell oder ein Roboter nach mehrwöchigem Aufbau zum ersten Mal in Betrieb genommen wird. Denn reibungslos läuft es am Anfang nie. Für den Landwirt und seine Kühe ist es eine große Umgewöhnung. Neben Mist- und Melkrobotern ist auch der Bereich Kuh-Wellness Meyers Geschäft. Dazu gehören Massagebürsten und Liegedecken. Inzwischen gibt es sogar einen Laden, in dem man die komplette Produktpalette erwerben kann - von Melkershirts bis zu Milchkannen. Ehefrau Tanja steht hinterm Tresen. Am Wochenende helfen auch die Söhne Silvio und Jelke mit. Schließlich wollen sie  apas Betrieb später übernehmen. Typisch! begleitet Thorsten Meyer rund um die Uhr auf die frieischen Höfe und zeigt, wie das Melken und Misten der Zukunft aussieht und er den Spagat zwischen Berufstress und Familienfreizeit unter einen Hut bekommt.


Ausgestrahlt am 12.03.2015 um 18:15 Uhr im NDR Fernsehen

Autorin: Svenja Harks

NaturNah: Bella, Bulle, Bisonkuh


Im Süden der Lüneburger Heide zwischen Hannover und Walsrode haben sich Landwirt Jürgen Oltrogge und Tierarzt Wolfram Jürgens ihren persönlichen Traum erfüllt und eine 100-köpfige Bisonherde aufgebaut. Die imposanten, ursprünglich wilden Tiere mit ihren massigen Körpern, großen Köpfen und den gebogenen Hörnern machen mächtig Eindruck. "Man darf sie nur nicht in die Enge treiben und nie aus den Augen lassen", warnt Oltrogge, der auch noch einen Pferdestall besitzt. Die robusten Tiere sind ganzjährig auf den Weiden und ernähren sich natürlich. Im Winter allerdings bekommen die Tiere selbstgewonnenes Heu, Silage und Mineralfutter, damit sie nicht abmagern. Bella, ein Kalb aus dem Frühjahr hat seine Mutter verloren und ist nun geschwächt. Ein Verbleiben in der Herde wäre für sie zu gefährlich, aber zum Glück findet sie im Garten des Bisonfreundes Volker ein Zuhause auf Zeit. Erst im Sommer kommt sie mit den anderen Bisons auf die üppigen und nahrhaften Sommerweiden zurück. Stress pur für Jürgen Oltrogge und Wolfram Jürgens, denn die zum Teil noch sehr jungen Kälbchen dürfen dabei nicht unter die „Hufe“ kommen. Auch im Herbst müssen Jürgen und Wolfram noch einmal Umsicht im Umgang mit den mächtigen Tieren beweisen: Für die Blutabnahme, Wurmkur, zur Seuchenkontrolle und zum Aussortieren der Bullenkälber werden die imposanten Wildrinder in eine spezielle Fanganlage getrieben. Ein risikoreiches Unterfangen, das viel Fingerspitzengefühl und Erfahrung für das Verhalten der mächtigen Bisons erfordert. Die Dokumentation aus der Reihe „NaturNah“ begleitet Jürgen, Wolfram und und ihre Bisonherde durch die Jahreszeiten.


Ausgestrahlt am: 24.02.2015 um 18:15 Uhr im NDR Fernsehen

Autorin: Petra Peters

3x 30 Minuten: Die Ostfriesen-Clique!


Helmuths Hosenecke
Aus Jever, Wittmund und von den ostfriesischen Inseln kommt die Kundschaft, um sich in Modefragen beraten zu lassen. Denn Helmuth Krüsmann gilt als Mann mit Geschmack. Er ist Jeansspezialist und seit über dreißig Jahren Inhaber der Hosenecke in Wiesmoor. In seiner Freizeit handelt Helmuth mit Pferden, hat einen Hof in Bagband plus Ferienwohnungen. Hier ist er auch Ortsbürgermeister und muss im Frühjahr das Dorffest zum 125. Jubiläum organisieren. Helmuths größte Herausforderung: Er hat mit einem ostfriesischen Reporter um 500 Euro gewettet, dass er einen Viehmarkt mit über 50 Tieren organisiert.


Herr Hicken und seine Polster
Manfred Hicken ist nicht nur bei den Ostfriesen bekannt wie ein bunter Hund sondern auch bei den Touristen. Der 54-Jährige bringt das Flair seiner Heimat in deutsche Wohnzimmer. Mit den sogenannten Ostfriesensofas. Lieferbar in allen Größen und Stoffen. Individuell gefertigt in seiner Werkstatt mit angrenzendem Laden in Großefehn. Dieses Jahr plant Manfred Hicken zum 80. Firmenjubiläum nicht nur eine extra designte Jubiläumsausgabe vom Ostfriesensofa sondern auch eine große Feier mit Tag der offenen Tür.


Der Friesen-Friseur
Vor 40 Jahren übernahm Jürgen Hesse, mehrfach ausgezeichnete Friseurmeister, den Laden in Wiesmoor von seiner Mutter, von der er auch das haarige Handwerk erlernte. Die Einrichtung heute: Original von 1956: Verstaubte Nierentische, die Poster an den Wänden verblichen, Risse in den Polstern der alten Stühle. Trotzdem oder gerade deswegen ist der Laden Kult in Ostfriesland! Mit diesem ungewöhnlichen Konzept und mit echter Coiffeurs-Kompetenz trotzt der 65Jährige den günstigen, modernen Discountfriseuren. Jürgens Lieblingsthema: Fußball! Dann kommt er so richtig in Fahrt. Viele seiner Kunden sind ebenfalls Kicker-Fans, oder spielen selbst. Die Fußball-Parties in Jürgens Wohnung über dem Laden sind legendär.


Ausgestrahlt am: 07.01./14.01./21.01.2015 um 18:15 Uhr
Autorin: Svenja Harks

Naturnah: Der Pflanzendoktor


Astrid Schecker-Loch, Graphik Designerin und Ihr Mann der Kinderarzt Dr. Loch haben eine gemeinsame Vorliebe: Bonsais. Die Pflege der teilweise über hundert Jahre alten Bäume ist anspruchsvoll und zeitaufwändig. Findet das Ehepaar Loch verfärbte Blätter oder gar Läuse, lassen sie nur einen an die Behandlung ihrer knorrigen Lieblinge: Den Pflanzenarzt Rene Wadas. Der Gärtnermeister hat sich auf Schädlinge und Pflanzenkrankheiten spezialisiert – ein ganz seltener Beruf, denn bundesweit gibt es nur eine Handvoll Gärtner mit diesem Fachgebiet. Die Bonsais der Lochs sind einige von Wadas vielen Stammkunden. Pflegefälle nennt er diese Gärten, die regelmäßig seine Aufmerksamkeit fordern. Der 43-jährige betreut nicht nur akute Fälle, er berät seine Kunden auch bei der Gestaltung und Anlegung von Gärten. Dann krempelt der Pflanzenarzt die Ärmel hoch und packt selbst mit an. Andere Pflanzenliebhaber zu beraten steht für Rene Wadas im Mittelpunkt seiner Arbeit. „Ich freue mich immer wieder, wenn ich einem Kunden helfen konnte und die Pflanze anschließend nicht auf dem Kompost landet.“


Ausgestrahlt am 12.08.2014 um 18:15 Uhr im NDR.

Autorin: Petra Peters

Kamera: Damir Kis

Die Nordstory: Lühesand


Holger Blohm ist Fährmann, Imbisskoch und Campingplatzbetreiber in Personalunion – ohne ihn geht auf der Elbinsel Lühesand gar nichts. Der 54-jährige ist mit dem Eiland groß geworden - sein Opa pachtete 1933 einen Teil der Insel, Vater Willi zog mit der Familie irgendwann ganz rüber. 124 Hektar Sand und ein kleines Häuschen, das ist Lühesand - bis heute Heimat, Arbeit und Lebensgefühl von Inselwart Holger Blohm. Immer im Frühjahr macht er sein kleines Eiland fit für die Hauptsaison. Reparaturen an den Waschhäuschen, die Parzellen der Dauercamper mähen, die Fähren zu Wasser lassen – Gäste lässt Holger erst auf die Insel, wenn hier alles blitzblank ist. Mit dem Frühling kommen auch die ersten Dauercamper, deren mobile Wohnungen werden mit der umgerüsteten „Wohnwagenfähre“ nach Lühesand verschifft. Manchmal ist das eine ziemlich kipplige Angelegenheit, aber Holger und seine „Sottje II“ haben bisher noch jeden sicher auf die Insel geschaukelt. Für den Inselwart bedeuten die Sommermonate Arbeit rund um die Uhr bevor im Herbst der ganze Tross wieder Richtung Festland zieht und Holger Blohm die Insel winterfest machen kann. Die „nordstory“ begleitet ein Jahr lang einen Menschen, für den sein Beruf mehr ist als Geld verdienen – Holger Blohm hat auf Lühesand seine Berufung gefunden. Mit den Jahreszeiten verändert sich das Gesicht der Elbinsel - und somit auch die Anforderungen an den Inselwart.


Ausgestrahlt am 08.08.2014 um 20:15 Uhr im NDR.

Autor: Stefan Heinrich

Kamera: Johannes Sandbothe und Björn Bethke

Typisch: Die Porzellantanten von Hüllerup



„Ihr habt ja nicht alle Tassen im Schrank!“ - dieser Satz beleidigt Dorothea Paulsen und ihre Tochter Andrea keineswegs. Denn er stimmt: Ihr Geschirr ist nicht in Schränken, sondern in drei ehemaligen Scheunen und Ställen auf dem Hof der Familie untergebracht. Schätze von reellem und ideellem Wert sind hier auf 1400 m² versammelt: Einzelteile, Service und Sammeltassen, aber auch Silber, Glas und Kristall von allen namhaften Firmen der Welt. Private Kunden und Sammler suchen bei Familie Paulsen nach Raritäten und Ersatzstücken. In den Sommermonaten sind es etwa 80 Besucher am Tag, sogar Reisebusse bringen die Besuchergruppen auf den Hof. Dazu kommen Anfragen per Telefon und Mail. Dorothea ist eine erfahrene Geschirr-Expertin: Ob Original oder Fälschung – das erkennt sie den ersten Blick. Denn begonnen hat ihr Sammelwahn schon vor einigen Jahrzehnten. 1997 entschloss sich die gelernte Hauswirtschafterin, ihre private Porzellanbörse auf professionelle Füße zu stellen und gründete den einzigen öffentlichen Markt mit Geschirrsorten, die nicht mehr im Handel erhältlich sind.


Ausgestrahlt am 22.05.2014 um 18:15 Uhr im NDR.

Autorin: Sylvi Hoschke

Kamera: Stefan Paul und Denis Popken

Die Nordreportage: Handel mit Handschlag – Viehhändler auf dem Gallimarkt


Jedes Jahr im Oktober findet im ostfriesischen Leer einer der größten Viehmärkte Europas statt. Der sogenannte Gallimarkt ist in seinem Charakter einzigartig, die Feilscherei ein faszinierendes Schauspiel: Es werden Sprüche geklopft, zwischen Vertragsparteien lautstark „gekloppt“, was bedeutet, das Aushandeln des Preises erfolgt durch gegenseitiges Abklatschen der Hände. So wie es schon seit Jahrhunderten in der Branche üblich ist.

Auch Detlef Ferdinand ist jedes Jahr dabei. Zusammen mit seiner Familie lebt er im ostfriesischen Friedeburg. Dort hat sein Vater Franz die Viehhandlung vor 50 Jahren gegründet und mischt immer noch kräftig mit. Detlefs Sohn Eike soll die Geschäfte eines Tages übernehmen. Vor sieben Jahren hat er Friedeburg verlassen, um eine Ausbildung im Fleischhandel zu absolvieren. Jetzt kehrt er nach Hause zurück und bekommt eine Anstellung bei seinem Vater im elterlichen Betrieb. Erste Herausforderung, die Detlef Ferdinand und sein Sohn Eike in ihrer neuen geschäftlichen Beziehung bewältigen müssen, ist der Gallimarkt. Jetzt laufen die Vorbereitungen auf dem Hof der Ferdinands auf Hochtouren.

Die „Nordreportage“ begleitet die Ferdinands bei den Vorbereitungen zu dem großen Spektakel, gewährt einen Blick hinter die Kulissen eines Viehhandelsunternehmens, zeigt wie drei Generationen erfolgreich zusammen arbeiten, um langfristig ihre Existenz am Markt zu sichern und wie sich Vater und Sohn auf dem Gallimarkt als Verkaufsduo schlagen.


Ausgestrahlt am 28.10.2013 um 18:15 Uhr im NDR, mit 16,4% und 670 000 Zuschauern die bis dahin höchste Quote auf dem Sendeplatz!
Autorin: Svenja Harks
Kamera: Peter Janßen

Die Nordreportage: Der Dosenpfandkönig von Wacken


Eduard Lüning lebt vom Dosenpfand-Sammeln. Und das gut. Sein neues Wohnmobil im Wert von 50.000 Euro: Das Ergebnis gesammelter Getränkedosen und deren Pfanderlös! Das Heavy-Metal-Festival in Wacken ist für ihn jedes Jahr das wirtschaftliche Saison-Highlight. Während 80.000 Fans in Bierlaune feiern, sammelt er auf den Wegen des 220 Hektar großen Gelände Heavy Metal in Form von Blechdosen, die er später in bare Münze verwandelt. Es ist eine harte Tour, bei Wind und Wetter raus an die Front zu gehen. Eiserne Disziplin ist gefordert. Eduard Lüning reist in Wacken immer früh an, wenn im Dorf noch die Ruhe vor dem Sturm herrscht. Auch hier ist er bekannt. Ob im örtlichen Supermarkt oder im Landgasthof „Zur Post“. Vor dem Festival kann er noch in Ruhe einkaufen und es ist noch Zeit, sich mit Kult-Barmann Rolf im Gasthof ausgiebig  auszutauschen. Wenn das Festival dann im Gange ist, schlägt seine Stunde: Sammeln im Akkord.
Und noch eine Berufsgruppe ist an den Festivaltagen voll gefordert und im Dauereinsatz: Der leitende Notarzt Dr. Achim Marx und sein Team haben alle Hände voll zu tun und sind verantwortlich für die medizinische Versorgung während des Festivals. Bei Außen- Temperaturen bis zu 40 Grad behandeln und untersuchen sie im DRK-Zelt insgesamt 3300 Menschen, vom verstauchten Fuß und Schnittverletzungen bis hin zum Kreislaufkollaps und Fans, die hier ihren Rausch ausschlafen.

 

Ausgestrahlt am 23.09.2013 um 18:15 Uhr im NDR.
Autorin: Petra Peters
Kamera: Jonny Müller-Goldenstedt

Typisch: Drei Brüder, ein Strand - Die Boyens auf Amrum


Die Bojens sind eine alt eingesessene Amrumer Familie und betreiben ein vielfältiges touristisches Unternehmen. Reinhard vermietet mit Mathias zusammen Strandkörbe. Ricklef betreibt eine Segel-, Surf- und Kiteschule direkt am Strand, dem Bojensstrand. Der liegt an der Westküste in Höhe Norddorf und ist fest in den Händen der Brüder.


Ausgestrahlt am 19.09.2013 um 18:15 Uhr im NDR.
Autor: Arne Schröder
Kamera: Boris Mahlau

Naturnah: Burkhard Bohnes grüne Welt


Kräuter sind faszinierend. Sie sind nicht nur wunderschön, sondern machen auch Sinn.“
Wenn Burkhard Bohne einmal anfängt, von dem grünen Kraut zu schwärmen, ist er kaum zu bremsen. Seit mehr als 20 Jahren beschäftigt sich der 51-jährige Braunschweiger mit der Geschichte, dem Anbau und der Verwendung bekannter, aber auch in Vergessenheit geratener Kräuter. An der Technischen Universität Braunschweig ist der Gärtner für den  Arzneipflanzengarten zuständig, dem grünen Klassenzimmer der Pharmaziestudenten. Hier lernen die angehenden Apotheker, wie die Pflanzen aussehen, deren Wirkstoffe heilen helfen. Doch auch außerhalb des Uni-Gartens ist Burkhard Bohne stets im Auftrag des Krauts unterwegs. Regelmäßig veranstaltet er in einem wunderschönen Klostergarten Kräuterschulen, in denen er sein fast unerschöpfliches Wissen an den Mann und die Frau bringt. Die Kurse sind oft Wochen im Voraus ausgebucht. „Ich finde es großartig, dass sich immer mehr Menschen zurück zur Natur besinnen, zu ihren Wurzeln“, freut sich Bohne, der für den Sommer noch eine ganz besondere Ausstellung vorbereitet.


Ausgestrahlt am 17.09.2013 um 18:15 Uhr im NDR.
Autorin: Verena Künstner
Kamera: Bernd Kreidel

Die Nordreportage: Blaue Bohnen aus Blocken


Horst True mag es speziell. Auch bei seinem Gemüse. Deshalb baut der Landwirt aus Blocken bei Stuhr lila Blumenkohl, roten Grünkohl und blauen Brokkoli an. Mit 72 steht er noch persönlich auf dem Feld. Die Trues - ein reines Familienunternehmen in dritter Generation. Tochter Inga und Sohn Björn verkaufen die bunte Vielfalt auf den Wochenmärkten in der Umgebung, Papa Horst und seine Frau kümmern sich um den Hofladen und den Verkaufsautomaten an der Straße – der ganze Stolz von den Trues. Dieses Jahr neu im Programm: Blaue Bohnen! Für die Gemüsebauern ist die Vermarktung eine ganz besondere Aufgabe. Ob die Kunden zugreifen werden?
Außerdem will die Familie ein riesiges Tomatenfest feiern, um den Absatz ihrer Zebra- und Schokotomaten anzukurbeln und die Kundschaft vom Markt in ihren Laden zu locken. Die Organisation in Eigenregie stellt die Familie zwischen Feldarbeit und Marktverkauf wieder vor neue Herausforderungen. Horst True will seine Hühner bei den Festlichkeiten  einbinden, Sohn Björn Hofführungen mit den Gästen machen und Tochter Inga mit Mama True eine Eigenkreation Tomatenbrot backen. Ob das Truesche Hoffest ein Erfolg wird?


Ausgestrahlt am 09.09.2013 um 18:15 Uhr im NDR.
Autorin: Svenja Harks
Kamera: Peter Janßen

Typisch: Günter und das liebe Vieh


Die einen halten ihn für einen schrulligen Querkopf, die anderen für einen umtriebigen, intelligenten Idealisten. Er hat gleichermassen Fans und Anhänger wie Kritiker und Gegenspieler. Günter Garbers aus Seevetal in Niedersachsen ist unbequem und polarisiert. Eine echte Type, eben! Ein Leben für die Tiere, das ist die Mission. Früher war er Wanderschäfer, heute ist er selbst ernannter Tier-Rechtler und verkauft Bio-Gemüse auf Wochenmärkten.  Seine kleine, verbliebene Schafherde, 40 Tiere, betreibt Landschaftspflege auf einem Deich an der Seeve. Garbers bewirtschaftet 10 Hektar Ackerland zur Gewinnung von Heu und er ist als einer der letzten Schafscherer in der Region gefragt. Seine Schafe auf dem Deich genießen bei ihm ihr Gnadenbrot – genauso wie seine kleine Ziegenherde. Obwohl Garbers einen kleinen baufälligen Hof hat, schläft er nachts in einem VW-Bus bei seinen Tieren. Die jüngsten Mitglieder tierischen Familie: Drei Kälbchen. Sie sollen „Schmusi“ ab dem Frühjahr auf der Weide Gesellschaft leisten.  Schmusi, ein riesiger Highland-Bulle, der eigentlich geschlachtet werden sollte, brachte Günter Garbers wie schon so oft in die Schlagzeilen der regionalen Zeitungen. Und sorgte für Aufregung bei den Ortsämtern und Behörden.


Ausgestrahlt am 08.08.2013 um 18:15 Uhr im NDR.
Autorin: Petra Peters
Kamera: Jonny Müller-Goldenstedt, Eyck Detjens

Die Nordreportage: Die Camper kommen


Sein Campingplatz hat die beste Lage in Ostfriesland – macht aber auch am meisten Arbeit. Denn Bernhard Theesfeld lässt seine Urlauber vorm Deich campen – direkt am Wasser. Weil der Platz sturmflutgefährdet ist, wird im Winter alles ab- und im Frühjahr wieder aufgebaut. In Rekordzeit. Von Stromleitungen bis zur Skateranlage. Kaum steht alles, kommen die Dauercamper zurück auf den Platz. Knapp 600 Stück. Jede Menge Arbeit für Bernhard Theesfeld.


Ausgestrahlt am 15.04.2013 um 18:15 Uhr im NDR.
Autorin: Svenja Harks
Kamera: Peter Janßen

Naturnah: Winter, Wisente und wilde Weiden


Der ehemalige Lehrer Dirk Andresen und die gelernte Landschaftsplanerin Hille Widowski gründeten den Verein Weidelandschaften in Schleswig-Holstein. Vor 6 Jahren bauten sie ein Artenschutzprogramm für Wisente auf. Inzwischen ist die Herde in Kropp, die in zwei Gruppen mit jeweils einem Bullen lebt, auf stolze 15 Tiere angewachsen. Unter größten Anstrengungen, denn die Giganten stellen die Dirk Andresen und Hille Widowski ständig vor neue Herausforderungen.
Der Film begleitet die beiden Naturschützer im Winter in Kropp. Ab Herbst, wenn die Bäume ihr Laub verlieren und die wilden Wiesen karger werden, wird die Nahrung für die Tiere zunehmend knapper. In der freien Natur würden jüngere, schwächere und rangniedrigere Tiere in den Wintermonaten abmagern. Im Naturschutzgebiet wird deshalb täglich kontrolliert und zu gefüttert. In diesem Winter wartet dazu noch eine große und neue Aufgabe auf Dirk Andresen, Hille Widowski und die Wisente: Zwei Jungtiere werden zum ersten Mal einer tierärztlichen Untersuchung unterzogen. Doch dafür müssen die Tiere erst mal auf dem 100 Hektar großen Freigehege gefunden werden und aufs Hauptgelände gelockt werden. Die Jungkühe müssen dann von den anderen getrennt und betäubt werden. Ein schwieriges und risikoreiches Unterfangen.


Ausgestrahlt am 29.01.2013 um 18:15 Uhr im NDR.
Autorin: Petra Peters
Kamera: Stefan Paul, Peter Janßen

Schlaglicht: Die Plüschtier-Connection


Einmal im Jahr trifft sich die internationale Plüschtier-Connection in Giengen an der Brenz. Dort auf dem Firmengelände der Firma Steiff mit Fabrik, Museum und Teddy-Krankenhaus, in der  Wiege von „Zotti“ und „Schnuffi“,  findet Anfang Juli die größte internationale Verkaufs- und Tauschbörse für antike und neue Stofftiere  mit angeschlossener Versteigerung statt.
Händler und Stoff-Bären-Fans aus der ganzen Welt, z.B. USA, Deutschland, Frankreich, Österreich Holland und aus Japan fallen in dem sonst eher beschaulichen Ort ein. 30.000 – 50.000 Besucher insgesamt. Aus Nordamerika reist eine 40-köpfige Gruppe passionierter Sammler an. Unter ihnen ist Rebekah Kaufmann, die die Stofftiere bereits in der dritten Generation hortet. Begleitet wird sie stets von ihrem bestem Freund Maxwell, ein Teddy aus dem Jahr 1907.


Ausgestrahlt am 18.12.2012 um 22:30 Uhr im SWR.
Autorin: Petra Peters
Kamera: Stefan Paul

Typisch: Der Viehhändler aus dem Ammerland


Der Viehhändler Dirk Sandstede ist jedem Landwirt, Reiter und Schlachter weit über die Grenzen des Ammerlandes hinaus ein Begriff. Der 62-Jährige handelt mit Rindern und Pferden. Durch Sandstedes Verhandlungsgeschick und seinem ganz speziellen Charme erzielt er meistens den Preis, den er fordert. Um qualitativ hochwertige Rinder und Pferde einzukaufen, fährt Dirk Sandstede kreuz und quer durch Niedersachsen, verhandelt mit Bauern und Gutsbesitzern.


Ausgestrahlt am 01.11.2012 um 18:15 Uhr im NDR.
Autorin: Svenja Harks
Kamera: Peter Janßen, Jan Wigger

Die Nordreportage: Erntedank in Bardowick


Das größte Erntedankfest Norddeutschlands wird jedes Jahr von den Bardowicker Landwirten gefeiert.  Das Fest ist bekannt für seinen Festumzug mit phantasievollen Erntewagen, die aufwändig geschmückt werden mit Dahlien, Ähren, Möhren und anderem Gemüse. Bardowick liegt in einem Gemüseanbaugebiet. Landwirte wie Oliver Gade bauen das ganze Jahr an; vom Spargel bis zur Kartoffel. Zum Herbst hin wird gefeiert. Der Erntedankumzug in Bardowick ist längst weit über die Grenzen des kleinen Ortes bekannt.Wochen vorher beginnt der Bau der Erntewagen, denn jeder möchte den Preis für den besten Wagen gewinnen. Oliver Gade ist auch noch im Festausschuss des Erntedankfests und plant den Umzug, ernennt die  Preisrichter und kümmert sich um einen reibungslosen Ablauf. Der Vater unterstützt den Wagenbau, Mutter Gudrun bekocht die Helfer.


Ausgestrahlt am 08.10.2012 um 18:15 Uhr im NDR.
Autor: Stefan Heinrich
Kamera: Ralf Biehler

Die Nordreportage: Der Tomatenkönig


Mitte Juli, auf dem Hof von Jörn Meyer, Tomatenbauer aus Glücksstadt: Ernten im Akkord, Stress von morgens früh bis spät in die Nacht. 120 verschiedene Sorten von „Gold Nugget“, „Green Zebra“ oder „Ferrari, baut der 43Jährige an. Sie sind gelb, grün, schwarz, weiß und natürlich rot. Und jedes Jahr kommt eine neue Tomate dazu. Immer wieder aufs Neue muss sich Jörn Meyer mit seiner traditionellen Tomatenzucht gegenüber dem industriellen Tomatenanbau behaupten. Ein schwieriges und hartes Geschäft: Der Ernteerfolg ist abhängig vom Wetter, Tomaten brauchen viel Sonne, um zu reifen. Damit der Hof gegen die günstigere Discounter-Ware bestehen kann, braucht der 43Jährige eine gute Portion Idealismus und Geschäftssinn: Er setzt auf viele Sorten, Qualität und guten Geschmack.


Ausgestrahlt am 20.08.2012 um 18:15 Uhr im NDR.
Autorin: Petra Peters
Kamera: Ralf Biehler

Typisch: Horst Hrubesch – Zwischen Fussballplatz und Pferdestall


Kopfballungeheuer, HSV-Ikone, Meisterstürmer - Horst Hrubesch ist einer der populärsten Spieler des Hamburger Sport Vereins. Noch heute dreht sich das meiste bei ihm um Fußball: der gebürtige Essener ist erfolgreicher Trainer der deutschen U18 Nationalmannschaft. Seine zweite Leidenschaft gilt den Pferden. Gemeinsam mit seiner Frau Angelika züchtet er auf seinem Bauernhof in der Lüneburger Heide Edelbluthaflinger.


Ausgestrahlt am 23.02.2012 um 18:15 Uhr im NDR.
Autorin: Petra Peters
Kamera: Eyck Detjens

Typisch: Der Höker von Norderney


Albert Wilts ist an der ostfriesischen Küste bekannt wie ein bunter Hund. Seit seinem elften Lebensjahr verkauft er Obst und Gemüse auf Norderney. Damals half er seinem Vater, heute ist er selbst Chef des Familienunternehmens in Marienhafe. Um seine Existenz zu sichern, denkt sich Wilts immer neue Geschäftszweige aus. Neben dem Gemüsehandel betreibt er inzwischen einen Hofladen und besitzt eine eigene Schlachterei. Vor ein paar Jahren hatte er die Idee für einen Wochenmarkt auf Norderney und setzte das erfolgreich durch. Nicht nur sein 81-jähriger Vater mischt noch immer mit. Seine Mutter Anneliese kümmert sich um den Hofladen, Ehefrau Anita sorgt für die reibungslose Abwicklung. Tochter Anke (16) fährt in den Ferien mit zum Markt nach Norderney. Ein Familienbetriebe seit fünf Generationen!


Ausgestrahlt am 22.12.2011 um 18:15 Uhr im NDR.
Autorin: Svenja Harks
Kamera: Denis Popken

Die Nordreportage: Der Eierbaron


Carl-Friedrich-Christiansen aus Almdorf bei Husum, genannt Fiede, hat selten Zeit sich auszuruhen, seine Tage sind lang, sein Motto: „Wachsen oder Weichen“. Er ist Hühnerfarmbesitzer,  Gastronom und Hobby-Handwerker. Hauptberuflich lebt Fiede vom Federvieh. Seine 8000 Tiere in Bodenhaltung produzieren 6000 Eier täglich. Eingesammelt werden die Hühnereier bis heute von Hand. Fiede packt immer selbst mit an und fährt die Eier dann zum Kunden, kleine Läden und Supermärkte zwischen Husum und Flensburg. Früher wurden auf dem Bauernhof Schweine gehalten. Vor 21 Jahren stellte  Fiede nach und nach auf Hühner um. Aus Überzeugung baut er für sein Federvieh in diesem Jahr einen neuen, modernen Stall.
Neben seinen 8000 Hühner bewirtschaftet er ein Ausflugslokal im Hacienda Stil. Die Hacienda ist ein skurriles und einzigartiges Restaurant-Cafe Mitten in Nordfriesland. Nachmittags gibts hausgemachte Nusstorte, abends Grillspezialitäten zu spanischer Musik. 


Ausgestrahlt am 07.11.2011 um 18:15 Uhr im NDR.
Autor/in: Arne Schröder, Petra Peters
Kamera: Eyck Detjens

Naturnah: Guck mal was da wächst - Unterwegs mit den Pilzexperten


Wenn im Herbst Steinpilze, Maronen & Co. Sammler in die Wälder rufen, hat Vivien Bedregal alle Hände voll zu tun. Die Kielerin ist eigentlich Versicherungsangestellte, doch ihre wahre Leidenschaft sind die Pilze. Als ehrenamtliche Pilzsachverständige berät sie unerfahrene Sammler und hilft bei akuten Vergiftungen mit ihrer Expertise.


Ausgestrahlt am 06.09.2011 um 18:15 Uhr im NDR.
Autor: Kaya Behkalam
Kamera: Ralf Biehler

Schlaglicht: Champagner, Trüffel, Meeresrauschen


Dieter Müller ist absolute Koch-Elite. Viele Jahre zierten sein Restaurant in Bergisch Gladbach drei Michelin-Sterne, mehr geht nicht. Doch nach all den Jahren sucht Dieter Müller nach einer neuen Herausforderung und zwar auf hoher See. 2010 bekam der Zweiundsechzigjährige das Angebot, für erlesene Kundschaft ein Gourmet-Restaurant auf dem Kreuzfahrtschiff "MS Europa" aufzubauen. Dafür wurde der Luxusliner in Hamburg komplett umgebaut. Dieter Müller konnte "sein" Restaurant nebst Küche ganz nach den eigenen Wünschen und Bedürfnissen gestalten. Kurz danach begann der Sternekoch mit seiner kleinen Crew, bei Wellengang und Walzer ein neues, maritimes Genusserlebnis einzustudieren - keine leichte Aufgabe, denn die Verhältnisse an Bord, das mussten Müller und seine Köche schnell feststellen, sind dann doch nicht so wie im Sternetempel auf festem Untergrund. "Schlaglicht"-Autor Christian Paulick und sein Kamerateam konnten Dieter Müller auf seiner kulinarischen "Jungfernfahrt" von Hamburg über Monte Carlo bis nach Korsika begleiten und miterleben, was es heißt, auf engstem Raum Gourmet-Sterne funkeln zu lassen.


Ausgestrahlt am 20.07.2011 um 22 Uhr im SWR.

Naturnah: Balzen, Brüten, Schlüpfen


Im Frühling ist Balzzeit im Vogelreservat Wallnau. Etwa sechzig verschiedene Vogelarten brüten hier. Bei den Löffelenten herrscht Männerüberschuss: Die Erpel werben um die Gunst der Weibchen. Schwanenpaare kämpfen um die besten Brutplätze. Ein Grauganspaar hat einen geeigneten Platz für ihr Nest gefunden. Von einer Beobachtungshütte aus verfolgt Diplom Biologe Martin Altemüller das Geschehen am Wasser. „Beim Nestbau haben beide feste Aufgaben: Während der Erpel geeignete Zweige heranschafft, baut sie das Nest.“ Erklärt der wissenschaftliche Leiter des Wasservogelreservats Wallnau.
Rund 28 Tage brüten Graugänse und Enten. Während der eine den Nachwuchs warmhält, geht der andere auf Nahrungssuche. Um die Vogelfamilien nicht zu stören, beobachtet Diplom Biologe die Tiere von einem Beobachtungspunkt aus.
Die Aufgaben für das Team auf Wallnau sind vielfältig: Ob Zählung von Tieren in entlegenen Bereichen, professionelles Biotopmanagement und Wasserwirtschaft, die Durchführung von Vogelbeobachtungen mit Besuchergruppen, oder ein Amphibien- und Krötenprojekt – der Alltag für Martin Altemüller und seine Kollegen ist abwechslungsreich.


Ausgestrahlt am 28.06.2011 um 18:15 Uhr im NDR.
Autorin: Petra Peters
Kamera: Ralf Biehler, Ernst Topeters

Typisch: Die Zuckerbäcker - Zwischen Marzipankonfekt und Hochzeitstorte


Oma Heldt klönt für ihr Leben gern. Ohne einen kleinen Schnack geht es nicht. Seit 40 Jahren steht die 81-Jährige in ihrer Konditorei in Eckernförde hinter dem Verkaufstresen und verkauft Torten und andere süße Spezialitäten.
Die Hilfe der Seniorchefin ist besonders am Wochenende gefragt. Wenn direkt vor der Tür der Wochenmarkt stattfindet, finden viele Stammgäste und Urlauber den Weg ins antik eingerichtete Café. Chefin Katharina Heldt (46) arbeitet zusammen mit ihrer Schwiegermutter im Verkauf und sagt stolz: "Unsere Konditorei ist generationsübergreifend. Wer als Kind mit seinen Eltern regelmäßig gekommen ist, kommt jetzt mit seinen eigenen Kindern. Oma und Opa kommen natürlich immer noch mit. Ein Treff für Jung und Alt."


Ausgestrahlt am 16.06.2011 um 18:15 Uhr im NDR.
Autorin: Svenja Harks, Petra Peters
Kamera: Ralf Heinze, Björn Lindenblatt

Die Nordreportage: Pesen der Partymacher


Gerd Peters, genannt "Pesen" ist Geschäftsmann, alleinerziehender Vater von drei Kindern und in Ramelsloh der Partymacher. Vor 10 Jahren hatte der Niedersachse eine pfiffige Geschäftsidee: Er gründete einen Hüpfburgen-Verleih ...
Der gebürtige Ramelsloher ist bekannt und beliebt im ganzen Landkreis, seine Hilfsbereitschaft gilt als legendär: Wenn der benachbarte Bauer mit seinem Trecker liegen bleibt, oder irgendjemand im Dorf Umzugsunterstützung braucht – dann ist Pesen zur Stelle. „Wenn ich helfen kann, dann helfe ich“, das ist sein Motto.


Ausgestrahlt am 30.05.2011 um 18:15 Uhr im NDR.
Autorin: Petra Peters
Kamera: Peter Janßen

Naturnah: Der Inseltierarzt von Pellworm


Mathias Sielaff ist der letzte Tierarzt auf Pellworm und kümmert sich auch um die benachbarten Halligen. Im Gegensatz zu seinen Kollegen vom Festland hat der 49-Jährige Bereitschaft rund um die Uhr. Denn niemand kann ihn vertreten. Pellworm verlassen und wieder in einem normalen Praxisalltag zu arbeiten – das wäre zwar einfacher, aber für Mathias Sielaff unvorstellbar. Er ist hier inzwischen zu Hause und die Pellwormer Landwirte und Tierbesitzer zählen auf ihn.


Ausgestrahlt am 24.05.2011 um 18:15 Uhr im NDR.
Autorin: Svenja Harks
Kamera: Denis Popkin

Die Nordreportage: Fränzchen und die Pferde


Wenn die Weltbesten des internationalen Reitsports Mitte Februar in Neumünster um den Sieg kämpfen, darf einer nicht fehlen: Franz Peter Bockholt, der Mann mit der Melone. Der 66-Jährige ist bei allen großen Reit-Events in Schleswig-Holstein Turniersteward und auch in den Holstenhallen verantwortlich für den zeitlichen Ablauf, die Koordination der Veranstaltung, das Wohl der Pferde und das der Reiter.


Ausgestrahlt am 21.03.2011 um 18:15 Uhr im NDR.
Autorin: Petra Peters
Kamera: Ralf Biehler

Die Nordstory: Revier Sylt - Einsatz für die Insel-Streife


Es ist Sommer, 130.000 Menschen sind auf der Insel Sylt – auch für die Polizei-Hauptmeister von der Westerländer Wache ist jetzt Hochsaison. Florian Ziegfeld (37) und Karsten Wolk (49) sind ein eingespieltes Team bei Tag und bei Nacht. Ihr Revier ist die ganze Insel, 40 Km lang und 12 Km breit, hier gehen sie auf Streife. Der Polizei-Dienst auf Sylt, das bedeutet Party- und Urlaubsstimmung einerseits und Alkohol-Missbrauch, Aggression und Kriminalität andererseits. In der Saison verwandelt sich die Insel immer häufiger zu einer Mischung aus nordfriesischem Paradies und deutschem Ballermann. Dorffeste, Parties, Open-Air-Konzerte und Junggesellenabschied am Tage und Raubüberfall und Krawall in der Nacht. Dann häufen sich auch Ruhestörungen, Unfälle, Einbrüche, Diebstähle, Schlägereien. Eine große Herausforderung für die beiden Polizisten – sie versuchen, trotz der vielen gegensätzlichen Fälle immer den richtigen „Ton“ zu treffen. Sie lieben den Dienst auf der Insel.  Seit 20 Jahren macht der gebürtige Sylter Florian Ziegfeld (37) den Dienst auf der Insel. Karsten Wolk (49) Hauptmeister vom Polizeirevier Westerland kam vor drei Jahren das erste Mal zur Sommerverstärkung auf die Insel. Er kommt ursprünglich aus Kiel, für ihn ging vor einem Jahr ein Traum in Erfüllung: Er wurde vom Festland auf die Insel versetzt.


Ausgestrahlt am 18.02.2011 um 20:15 Uhr im NDR.
Autorin: Petra Peters
Kamera: Eyck Detjens

Die Nordreportage: Notruf Pannendienst – gelbe Engel im Dauereinsatz


Bis zu 15 Mal am Tag muss Karsten Brümmer ausrücken, um liegen gebliebene Fahrzeuge wieder flott zu machen. Der 40-Jährige arbeitet als Pannenhelfer beim ADAC und ist mit seiner mobilen Werkstatt im Großraum Kiel und den angrenzenden Autobahnen unterwegs. Ob qualmender Motor, kaputte Zündung oder defekter Funkschlüssel, ob Oldtimer, Sportwagen oder Trecker, Karsten Brümmer gibt immer alles. Dabei ist oberstes Gebot: Nicht aus der Ruhe bringen lassen – denn seine Kunden haben es oft eilig. Aber egal ob ein viel beschäftigter Geschäftsmann drängelt, eine Dreifachmama schnell ihre Kinder abholen will oder die ADAC-Zentrale schon den nächsten Einsatz anmeldet, Karsten Brümmer geht unter der Motorhaube akribisch auf Fehlersuche. Knapp 85 Prozent aller Autos kann der gelernte Kraftfahrzeugmeister an Ort und Stelle wieder startklar machen. Ist er aber mit seinem Schrauberlatein am Ende, muss Karsten Brümmer das Auto abschleppen lassen und oftmals einen verzweifelten Fahrzeughalter trösten. Zum Durchschnaufen bleibt dem Pannenhelfer nur wenig Zeit. Denn der ADAC hat 610.000 Mitglieder in Schleswig-Holstein mit 75.000 Einsätzen pro Jahr.


Ausgestrahlt am 14.02.2011 um 18:15 Uhr im NDR.
Autorin: Svenja Harks
Kamera: Ralf Biehler

Die Nordreportage: Rolfs rollender Supermarkt


Drei Mal in der Woche beliefert Salewski mit seinem fahrenden Kaufmannsladen die Menschen in der Region. Im seinem Frische Mobil bringt er 1100 Artikel auf 15 Quadratmetern unter. Rolf Salewski ist nicht nur Kaufmann, sondern Altenpfleger und Alleinunterhalter in Personalunion.


Ausgestrahlt am 06.12.2010 um 18:15 Uhr im NDR.
Autorin: Petra Peters
Kamera: Ralf Biehler

Typisch: Der Kanalkiosk


Direkt an der Grünentaler Hochbrücke am Nord-Ostsee-Kanal liegt Norddeutschlands kultigster Kiosk. Besitzer Olaf Francke ist Imbissbetreiber aus Leidenschaft. Wenn die großen Kreuzfahrtschiffe den Kanal durchqueren, verfolgen bis zu 1000 Schaulustige und Hobby-Fotografen das Spektakel von der Brücke aus, denn sie ist eine von nur zwei Brücken über den Nord-Ostsee-Kanal, die man zu Fuß betreten darf.


Ausgestrahlt am 15.07.2010 um 18:15 Uhr im NDR.
Autorin: Petra Peters
Kamera: Olaf Kröger

Typisch: Mit der Fischbude zum Millionär


Die nördlichste Fischbude der Republik steht in List auf Sylt und gehört Jürgen Gosch. Der umtriebige Unternehmer hat sich in den letzten Jahrzehnten ein Imperium auf Fisch aufgebaut. Aber der Sylter kann noch mehr: ob als Krabbenpul-weltmeister, Schlagersänger oder Erfinder - was Jürgen Gosch anpackt, hat Erfolg. Sein neuester Clou, die Goschlounge: ein beheizter Strandkorb.


Ausgestrahlt am 29.04.2010 um 18:15 Uhr im NDR.
Autorin: Petra Peters
Kamera: Olaf Kröger

Typisch: Dorfrock mit Pauken und Trompeten


Um "Musikalisch mit der Zeit gehen", das ist das  Motto des Feuerwehrmusikzuges von Westerakeby. Mit Erfolg, denn zehn der 28 Mitglieder sind unter 25 Jahren. Ständig rücken junge musikbegeisterte Dorforchester-Talente nach.


Ausgestrahlt am 25.03.2010 um 18:15 Uhr im NDR.
Autorin: Petra Peters
Kamera: Ralf Biehler

Die Nordreportage: Flohmarktfieber


In Tostedt herrscht am ersten Sonnabend im Oktober Ausnahmezustand. Dann ist in der Ortsmitte von 10 bis 18 Uhr Norddeutschlands größter Flohmarkt.

Ausgestrahlt am 12.10.2009 um 18:15 Uhr im NDR.
Autorin: Petra Peters
Kamera: Axel Thiede, Christian Pröhl, Ralf Heinze

Die Nordreportage: Kontrollfahrt - Wasserschutzpolizei Kiel


Sven Sieveke und Dirk Loof sind seit 20 Jahren gemeinsam auf der Kieler Förde unterwegs. Die Beamten der Wasserschutzdirektion Kiel kennen jeden Winkel von Laboe bis Schilksee, von Stickenhörn bis Düsternbrook. Mit ihrem Patrouillenboot, der „Neumühlen“, decken sie und ihren Kollegen die Kieler Förde und die angrenzende Ostsee ab. Alkoholkontrollen, Geschwindigkeitsmessungen, Hilfe in Seenot, Anglerverstöße, Streitereien um die Vorfahrt – gerade an den belebten Sommer-Wochenenden bereiten Freizeitskipper den Berufs-Schiffern große Probleme. Zusätzlich müssen die Wasser-Polizisten ein Auge auf das Ufer der Förde haben. In den lauen Sommernächten treffen sich dort viele Jugendliche zu Partys. Alkohol und gute Laune hat schon viele Einsätze ausgelöst, bei denen die Beamten nicht nur einmal als Lebensretter auftreten mussten.

Ausgestrahlt am 31.08.2009 um 18:15 Uhr im NDR.
Autor: Sven Rieken

Typisch: Der Helgolandfahrer


Cassen Eils steht oben auf der Brücke. Mit bestimmter Stimme gibt er Kommandos in sein Sprechfunkgerät. Verspätungen kann der 85 jährige nicht leiden. Nicht zum ersten Mal springt der Chef selber ein. Eigentlich sollte er heute am Schreibtisch sitzen, aber einer seiner Schiffsführer ist krank. Ersatzleute holt sich Eils nie. Er legt lieber selber Hand an und steht auf der Brücke. Die Strecke von Cuxhaven nach Helgoland ist für ihn so bekannt wie der Weg nach Hause. Seit 1953 verbindet Eils mit seinen Schiffen Festland und das Hochseeeiland. Unzählige Male ist er die Strecke schon gefahren.  Auch heute wieder. Ein Tag Ende Februar – eisiger Wind, ungemütlicher Seegang und nur 20 Fahrgäste. Die Tour rechnet sich eigentlich nicht. Eils fährt sie trotzdem. Die Insel und die Insulaner sind seine persönliche Leidenschaft. Mit Stolz blickt er auf die längste durchgehende Schiffsverbindung nach Helgoland zurück. Insulaner, Touristen, Fracht – Helgoland wäre ohne die Reederei Eils nicht die gleiche Insel.

Ausgestrahlt am 30.04.2009 um 18:15 Uhr im NDR.
Autor: Sven Rieken

Naturnah: Falkenhof Schalkholz


1992 erfüllten sich der studierte Physiker Fieder Eisenschmidt und seine Frau mit dem Aufbau des Falkenhofs ihren persönlichen Traum.  Die Leidenschaft für Greifvögel hatte Eisenschmidt bereits als kleiner Junge – seitdem ließ ihn ihre Faszination nicht mehr los. Der Falkenhof öffnet jedes Jahr am Karfreitag seine Türen für die Besucher. Falkner Eisenschmidt und seine Frau veranstalten dann täglich Führungen und  Flugschauen.
Eine weitere Aufgabe des Falkners Fieder Eisenschmidt: Die gezielte Beiz-Jagd mit den Greifvögeln. Ob Campingplatz, oder Firmengelände eines Konzern: Die überdimensionierten Bestände von Wildkaninchen sind nahezu überall in Deutschland zu einem  großen Problem geworden. So ist die gezielte, kontrollierte Jagd mit dem Greifvogel, z.B. Habicht oder Falke auf Wildkaninchen Regelmässig gehen bei ihm Aufträge ein. Abgesehen davon geht der Falkner auch privat auf die Jagd mit seinen speziell dafür ausgebildeten Vögeln.

Ausgestrahlt am 14.04.2009 um 18:15 Uhr im NDR.
Autorin: Petra Peters
Kamera: Björn Lindenblatt, Stefan Paul

Die Nordreportage: Aufgetakelt - Die Haus- und Hoffriseuse


„Chic by Nic“  ist ihr Motto. Der Job – eine Lebenseinstellung. Ob in der guten Stube, im Büro oder am Küchentisch – Nicole Bassitta schneidet Haare, wo immer Kamm und Schere angefordert werden. Ihren „Salon“ bringt die mobile Friseurin aus Horst bei Elmshorn zu den Kunden mit: von Lockenwickler und Trockenhaube bis hin zu diversen Haarfarben und Blondierungen. „Viele Kunden – ob Mutti oder Manager – haben kaum noch Zeit, zum Friseur zu gehen“, so Bassitta, „andere sind nicht mobil, haben keinen Babysitter oder gönnen sich einfach den Luxus, sich Zuhause die Haare machen zu lassen.“
Vom Obstbauern über Familien mit Kindern bis zur Omi im Altenheim – Nicole Bassitta lernt bei ihrem Job viele spannende Menschen kennen und beim Frisieren des Haupthaares gibt es immer wieder eine Herausforderung.


Ausgestrahlt am 27.11.2008 um 18:15 Uhr im NDR.
Autorin: Simone Dühring
Kamera: Björn Lindenblatt

Die Nordreportage: Grosskontrolle – Wenn die Autobahn dicht gemacht wird.


Die Chancen stehen schlecht, dieses Nadelöhr unkontrolliert zu passieren: Die A 7 kurz - vor der dänischen Grenzen - wird für 24 Stunden so gut wie dicht gemacht. Dann steht die größte Verkehrs-Kontrolle der letzten Jahre in Schleswig-Holstein an.
Die Großkontrolle hat nur wenig mit einer klassischen Alkoholkontrolle zu tun. Der Zoll und die Bundespolizei, die Schwerlastexperten, die Drogen- und Fahndungsspezialisten werden dabei sein, um wirklich für jeden Fall – von der Ordnungswidrigkeit bis zur Straftat - gerüstet zu sein.
Der unsichere Laster soll ebenso aus dem Verkehr gezogen werden wie der alkoholisierte oder drogenabhängige Fahrer. Personen auf der Fahndungsliste sollen festgesetzt, Geld- und Zigarettenschmuggler gefunden, übermüdete Fahrer aus dem Verkehr gezogen werden. Seit Monaten organisiert der stellvertretende Leiter des Polizeiautobahnreviers Schleswig, Polizeihauptkommissar A. Wichmann, diese Aktion.


Ausgestrahlt am 21.11.2008 um 18:15 Uhr im NDR.
Autor: Sven Rieken
Kamera: Björn Lindenblatt

Die Nordreportage: Agent mit Herz - Wie der Luxus an Bord kommt


Kiel, Ostseekai. Sobald die Festmacher die Aida Diva um acht Uhr morgens vertaut haben bleiben Mirko Steiner genau acht Stunden Zeit. 15 Tonnen Lebensmittel müssen an Bord des Kreuzfahrtriesen – vom frischen Salat bis zum tiefgefrorenen Hummer. „Das muss alles stimmen. Unterwegs halten und nachkaufen – das geht leider nicht“. Zusammen mit dem Proviantmeister checkt Steiner alle 412 Posten.
Knapp 800 Hafenagenten arbeiten in deutschen Häfen. Steiner ist einer von ihnen. Sie sorgen dafür, dass die Vorratskammern von Luxuslinern und Ozeanriesen prall gefüllt sind und die Besatzung regelmäßig ausgetauscht wird. Die Agenten betreuen in der Regel zwischen zehn und zwanzig Schiffe und sind Ansprechpartner für alles was die Crew benötigt, wenn sie in einen Hafen einläuft – von der Wunsch- DVD bis zum Christstollen. MfG-Film hat den Hafenagenten Mirko Steiner bei seiner Arbeit im Kieler Hafen begleitet.


Ausgestrahlt am 30.06.2008 um 18:15 Uhr im NDR.
Autor: Kaya Behkalam

Die Nordreportage: Erben gesucht


Wolfgang Bauer öffnet die Tür und bricht das polizeiliche Siegel. „Ich weiß nie, was mich jetzt erwartet – das macht den Beruf so spannend“. Wolfgang Bauer ist Nachlasspfleger. Er wird tätig, wenn Verstorbene keine Hinterbliebenen haben. Etwas muffig riecht es, aber es ist aufgeräumt und sauber. Akkurat hängen mehrere graue Mäntel in der Flurgarderobe. Allein in einer fremden Wohnung – Routine für Bauer.
Erben gesucht – die Amtsgerichte in Kiel oder Eckernförde melden sich bei Bauer, wenn jemand stirbt und keine Angehörigen von Polizei oder Amt ausfindig gemacht werden können. Bauers Job: die Erben finden und den Vermögensbestand aufnehmen. Sein erster Ansatzpunkt: die Wohnung oder das Haus des Verstorbenen. Dort sucht er nach einem Testament oder sonstigen persönlichen Hinweisen auf Verwandte. Wird er nicht fündig befragt er die Nachbarn und recherchiert in verschiedenen Archiven.


Ausgestrahlt am 03.03.2008 um 18:15 Uhr im NDR.
Autorin: Sabine Hower
Kamera: Rainer Bauer